Online oder offline: Warum Menschen Spiele lieben!
Die Erwachsenen von heute liebten bereits in ihrer Kindheit diverse Spiele. Sei es Brettspiele wie Mühle, Schach, Mensch ärgere dich nicht, Monopoly oder das verrückte Labyrinth – auch Outdoor Spiele wie Gokart fahren, Fahrradfahren, Verstecken spielen, Fangen spielen oder Räuber und Gendarm eigneten sich in der jeweiligen Kindheit ideal als Zeitvertreib und das war sozusagen das soziale Netzwerk.
Heutzutage läuft es etwas anders ab, denn in der heutigen Zeit wird vorwiegend online gespielt. Dabei sind sowohl online als auch offline Spiele sehr beliebt und die gespielten Genres reichen von Action-Shootern, über Wirtschafts- und Sportsimulationen bis hin zu Quizspielen. Diese Spiele haben sich mittlerweile im deutschen Kulturgut etabliert und zählen zur Lieblingsbeschäftigung Nummer 1 bei jungen Erwachsenen.
Laut Studien zufolge konsumieren mehr als zwei Drittel der jungen Erwachsenen in Deutschland ein digitales Spiel mehrmals die Woche. Tendenz steigend. Zur selben Zeit wächst die Spieleindustrie und die damit verbundene Gaming-Szene immer weiter an.
Warum digitale Spiele so beliebt sind
Feedback & Belohnung
Belohnungen können zum Beispiel Abzeichen, Aufstiege ins nächste Level sein oder man erhält virtuelle Items (in einem Rollenspiel erhält man zum Beispiel eine Rüstung oder ein anderes Aussehen, mehr Macht usw.) ein Achievement oder den Ausbau bestimmter Fähigkeiten.
Ranglisten
Durch Ranglisten ist es möglich, das Wettbewerbsverhalten zu inkrementieren. Die Spieler sind somit motiviert, ihr Bestes zu geben und über ihre Fähigkeiten hinauszuwachsen, da sie Mitstreiter haben. Die erbrachten Leistungen können im Vergleich mit den anderen Leistungen ihrer Spielpartner gemessen werden.
Zusammenarbeit
In einigen Spielen wird die Zusammenarbeit mehrerer Spieler gefordert. Somit wird der Teamgeist gestärkt und der Zusammenhalt innerhalb der Spieler-Gruppierung forciert.
Der daraus resultierende Wettbewerb im Kampf gegen ein anderes Team sorgt hierbei für Elan, Kampfgeist und Motivation.
Storytelling
In einigen Spielen gibt es enorm spannende Erzählstrukturen. Diese Strukturen bilden den Hauptbestandteil vieler Spiele, da sie aufbauend gespielt werden. Die Identifikation mit fiktiven Spielfiguren motiviert Spieler dazu, weiterzuspielen, Maps zu konstruieren und ins nächsthöhere Level aufzusteigen.
Schwierigkeitsgrade
In fast jedem Spiel gibt es verschiedene Levels, also Schwierigkeitsgrade. Jeder Spieler, egal ob Neuling oder Profi, hat somit die Möglichkeit, seinen Fähigkeiten zufolge, Erfolgschancen im jeweiligen Spiel zu erleben und dadurch motiviert zu sein, weiterzuzocken.
Trial & Error-Prinzip
Es ist nicht schlimm, wenn die Spieler in einem Spiel ein gewisses Level nicht erreichen. Der entsprechende Spielabschnitt kann ganz ohne Konsequenzen erneut gespielt werden. So trainiert man auch seine kognitiven Fähigkeiten, prägt sich Fallen, Hindernisse und Feinde besser ein und lernt das für die Wiederholung.
Das soziale Netzwerk der Online-Spiele
Online Spiele haben das Potenzial, in ihren virtuellen Welten richtige Spaces für soziale Interaktion zu bilden. Man kann miteinander chatten, über das Headset mit den anderen Spielern sprechen und gemeinsam zocken.
Für viele junge Menschen spielen die diversen Spielmechaniken, die im oberen Teil genannt sind, eine untergeordnete Rolle. Sie verabreden sich mit ihren Online-Freunden zu Streams, Partys und Online-Games wie Fortnite oder Call of Duty, Battlefield, World of Warcraft, Formel 1, Madden NFL oder auch Farming Simulator.
Aufgrund der wachsenden Berühmtheit haben viele Online-Games mit großen Herausforderungen zu kämpfen. Ganz gleich wie die klassischen Giganten wie Facebook oder Instagram. Auch hier gibt es Cybermobbing, Hatespeech und die Verbreitung von Fake News. Die Anonymität des Netzes und die damit einhergehenden Avatare und Nicknames veranlasst viele Spieler dazu, sich im Netz danebenzubenehmen, weil man den Schutz der Anonymität genießt.